"Ein Organ wie ein Orkan" - dieses Prädikat wird Mike Leon Grosch 2006 von Dieter Bohlen verliehen, in der sich der Kölner bis auf den zweiten Platz der dritten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" singt.

Nach DsdS wird es still um ihn.

 

Mike zieht sich aus dem Rampenlicht zurück und macht eine Ausbildung zum Redakteur beim Radio, wo er bis 2011 arbeitet. Von 2012 bis 2016 wechselt der Halb Koreaner in den Vertrieb und arbeitet für ein Mode Label. „Als ich gemerkt habe, dass mich keiner mehr hören will, bin ich einfach wieder arbeiten gegangen“, so Grosch. Zu viele Zigaretten, zu viel Stress, zu viel Pizza. Im April 2016 erleidet Mike Leon Grosch innerhalb von drei Wochen zwei Herzinfarkte. „Wenn sie so weitermachen, werden sie Weihnachten nicht mehr erleben“, so der damalige Chefarzt zu ihm. Er krempelt sein Leben komplett um, ernährt sich gesund und verliert 20 kg.

 

Wie durch einen Zufall wird er 2017 auf eine Hochzeit gebucht und bemerkt, wie groß die Emotionen sind, wenn die Menschen seine Stimme hören. Alle weinen vor Glück und er beschließt, wieder Musik zu machen. Mike Leon Grosch gründet 2018 eine Agentur und wird zu einer der meist gebuchten Hochzeitssänger Deutschlands.

Am 02. November 2019, am Tag von Groschs 43. Geburtstag, sieht man ihn wieder im Fernsehen. Bei der RTL Casting Show „Das Supertalent“ singt er für seine 5-jährige Tochter Ruby, die ihn noch nie auf einer großen Bühne gesehen hat. Er bekommt von der Jury „dreimal ja“ und Dieter Bohlen schwärmt: „Es gibt nur wenige, die so singen können wie du“. Nach dem überwältigendem Feedback der Zuschauer fühlt sich Mike Leon Grosch ermutigt, nochmal mit eigener Musik die Menschen zu begeistern und geht wieder ins Tonstudio. Am 10. Januar erscheint nun seine erste Single „Wunderschön“. Ein modernes Cover von CJ Taylors Original aus dem Jahr 2011. Ein Song, den sich "seine" Brautpaare immer wieder wünschen und so entsteht die Idee, ihn in eine neue, tanzbare Version zu verwandeln. „Mit dem Lied hat man irgendwie beides“, so Mike Leon Grosch: „Tränen in den Augen und die Hände in der Luft.“